Die #Bielefeldmillion

Das Ende einer Verschwörung

„Bielefeld? Das gibt’s doch gar nicht.“ Die Behauptung ist einfach – wir wollten aber Beweise sehen. Deshalb haben wir als Anreiz 1 Million Euro dafür ausgeschrieben. Wir haben mehr als 2.000 Einsendungen aus aller Welt erhalten, die jetzt sorgfältig gesichtet werden. Am 17. September verkünden wir dann das offizielle Ergebnis. Seid gespannt …

Die #Bielefeldmillion

Alles Wissenswerte zum Wettbewerb

1994 schrieb Achim Held, also im wahrsten Sinne des Wortes der Held der Bielefeld-Verschwörung, scherzeshalber seine Gedanken zur vermeintlichen Nicht-Existenz Bielefelds nieder und veröffentlichte sie im Usenet. Die Verschwörungstheorie nahm Fahrt auf und begann die deutsche Bevölkerung glauben zu machen, es gäbe Bielefeld nicht. Der Spruch „Bielefeld? Das gibt's doch gar nicht" war geboren, so gut wie in aller Munde und hielt sich hartnäckig – 25 Jahre.

Wir dachten uns, dass das Jubiläum ein netter Anlass wäre, um mal Butter bei die Fische der Bielefeld-Verschwörung zu machen. Deswegen forderten wir alle geistigen Überflieger dazu auf, uns zu beweisen, dass es Bielefeld wirklich nicht gibt. Der Preis für den ultimativen Beweis: 1 Million Euro.

Der Kreativität der Teilnehmer waren dabei keine Grenzen gesetzt. Ob Bilder, Videos oder Texte – jegliche Art von Beitrag war erlaubt, nur unumstößlich sollten die Perlen der Weisheit sein, um die #Bielefeldmillion zu gewinnen. Weit über 2.000 angebliche Beweise haben wir erhalten, die uns unsere Nichtexistenz bestätigen sollen. Natürlich nehmen wir dieses Thema nicht auf die leichte Schulter und daher jede Einsendung genau unter die Lupe.

Hat es jemand geschafft? Wird ein Teilnehmer die #Bielefeldmillion abkassieren? Wir sind gespannt.

Danke!

 

Wir freuen uns über das rege Interesse, das die Bielefeldmillion erweckt hat. Mehr als 2.000 Personen sind unserem Aufruf gefolgt und haben ihre „Beweise“ eingereicht. Nun werden wir jeden Beitrag sichten – bei der großen Anzahl wird das ein paar Tage in Anspruch nehmen.

Bleibt dran, am 17. September verkünden wir das Ergebnis!

 

FAQ

Du hast Fragen? Wir liefern Antworten.

Meint ihr das wirklich ernst?
Ja, echt jetzt! Wir meinen das ernst.

Was?! Wie jetzt?
Na, wir wollten nur einen handfesten und unwiderlegbaren Beweis dafür, dass die Stadt Bielefeld nicht existiert. Und für eine Million Euro darf man ja wohl ein bisschen erwarten, oder? Sollte uns tatsächlich jemand den ultimativen Beweis für die Bielefeld-Verschwörung geliefert haben, werden wir Bielefelder uns auf ewig mit „unserer Nichtexistenz“ abfinden. Ehrenwort!

Sorry, aber was ist diese Bielefeld-Verschwörung?
Ok, wenn du dich das fragst, kommst du ganz sicher nicht aus Bielefeld. Also für alle Unwissenden da draußen: Vor 25 Jahren wurde im Internet ein satirischer Text veröffentlicht, in dem behauptet wird, dass es Bielefeld nicht gibt. Unsere „angebliche“ Existenz sei eine Verschwörung. Der Verfasser der Satire, der Kieler Achim Held, wollte sich damit über Verschwörungstheorien im Allgemeinen lustig machen. Über die Jahre hat sein Scherz ein ziemliches Eigenleben entwickelt. Den Spruch „Bielefeld? Das gibt’s doch gar nicht“, hat hier in der Stadt wohl jeder schon gehört. Wie aus einem Internetwitz ein Phänomen wurde, erfährst du hier.

Und was soll das Ganze?
Seit 25 Jahren geistert die Bielefeld-Verschwörung durch das Internet und die Köpfe der Menschen. Zum „Silber-Jubiläum“ haben wir Bielefelder gesagt: Ok, jetzt haben wir mal unseren Spaß! Beweist uns doch mal, was hinter den Sprüchen steckt! Was wir von euch verlangen, ist eine ganz schöne Herausforderung. Ihr müsstet immerhin mal eben so das Zentrum einer der stärksten Wirtschaftsregionen Deutschlands „verschwinden“ lassen. Ein volkswirtschaftlicher Albtraum! Außerdem wächst Bielefeld seit Jahren. Schafft ihr es wirklich, so vielen Fachkräften und angehenden Studierenden, die Jahr für Jahr nach Bielefeld ziehen, die Lebenspläne zu vereiteln? Wobei, vielleicht gibt es doch einen Recherche-Ansatz: Direkt am grünen Teutoburger Wald ist die Lebensqualität tatsächlich fast „zu gut, um wahr zu sein“. Das erste Glied in eurer Indizienkette?

Wer steckt hinter diesem Wettbewerb?
Münster.
Nein, das war jetzt wirklich mal ein Scherz. Unsere liebe Nachbarstadt hat damit nichts zu tun. Diesen Wettbewerb hat die Bielefeld Marketing GmbH zusammen mit der Stadt Bielefeld gestartet.  

Woher kommt denn das Geld? Doch nicht etwa aus Steuern?!?
Wir sind uns zu 99,99 Prozent sicher, dass wir jeden Beweis widerlegen können. Und für den Fall, dass es uns doch nicht geben sollte, sei sicherheitshalber erwähnt, dass keine Steuergelder auf dem Spiel stehen. Stattdessen wird die #Bielefeldmillion durch Unterstützer des Bielefelder Stadtmarketings, die "Bielefeld-Partner", ermöglicht.

Als Bielefelderin/Bielefelder kann ich den Witz mit der Verschwörung nicht mehr hören. Und jetzt fangt ihr auch damit an. Warum tut ihr mir das an?
Augenrollen, Schmollen und Ohren-zu-Halten helfen ja eh nicht. Wir wollten uns lieber nach 25 Jahren Verschwörung von diesem Phänomen verabschieden. Aber wir müssen fair sein: Jeder bekam noch einmal seine Chance, den „Gibt’s doch gar nicht“-Witz mit Beweisen zu retten.

Okay, ich mache mit. Wie muss mein Beweis aussehen?
Wir freuen uns, dein Interesse geweckt zu haben! Leider war der Einsendeschluss am 4. September 2019.

Was passiert mit den eingegangenen Beweisen?
2.000 Einsendungen sind eine ganze Menge. Jeder Teilnehmer hat eine E-Mail-Antwort erhalten und wird von uns weiter auf dem Laufenden gehalten. Allerdings können wir nicht jede Beweisführung individuell beantworten. Einige Beweise ähneln sich, daher werden diese in Gruppen zusammengefasst, die den Experten vorgelegt werden. Am 17. September 2019 erfahrt ihr dann, ob es Bielefeld noch gibt. Wir haben da ein ganz gutes Gefühl….

Bedeutet dies das Ende der Bielefeld-Verschwörung?
Wenn es niemandem gelungen ist, einen Beweis für die Verschwörungstheorie zu erbringen, werden wir die Bielefeld-Verschwörung offiziell verabschieden (Wirklich! Ihr dürft gespannt sein). Wir wissen aber auch, dass wir nicht jeden überzeugen können. Verschwörungstheorien und ihre Anhänger sind schließlich meistens humorfrei, verbissen und ignorieren vernünftige Argumente. Sie werden sich das „Gibt’s doch gar nicht!“ kaum nehmen lassen. Nur wer hat Lust, mit denen noch in einer Reihe zu stehen?